Tarife der Zeitarbeit – Entgeltgruppen & Stundensätze
Du willst schnell einschätzen, wo du ungefähr liegst? Hier findest du aktuelle Stundenentgelte nach Entgeltgruppe (EG), plus eine verständliche Einordnung zu Erfahrungszuschlägen und häufigen Fragen. Ohne Paragrafen-Deutsch, aber korrekt.
Für Orientierung – nicht für Fachstreit. Du bekommst ein Gefühl für Entgeltgruppen und Stundensätze, bevor du dich bewirbst. Wenn du willst, ordnen wir deine Tätigkeit im nächsten Schritt sauber ein. Dann ist die EG nicht „Pi mal Daumen“, sondern nachvollziehbar.
Je nach Einsatz können weitere Regelungen dazukommen (z. B. Branchenzuschläge). Außerdem gibt es Erfahrungszuschläge, wenn du ununterbrochen beim gleichen Kunden eingesetzt wirst. Deshalb zeigen die Tabellen auch die Werte mit +1,5% und +3,0%.
Aktuelle Tariftabellen
Wähle den Zeitraum. Die Tabellen zeigen Stundensatz sowie rechnerisch die Werte mit Erfahrungszuschlag (+1,5% / +3,0%).
01.01.2026 – 31.08.2026
Stundensätze inkl. +1,5% / +3,0% (Erfahrungszuschlag)
| EG | Stundensatz | +1,5% | +3,0% |
|---|---|---|---|
| EG 1 | 14,96 € | 15,18 € | 15,41 € |
| EG 2a | 15,29 € | 15,52 € | 15,75 € |
| EG 2b | 15,69 € | 15,93 € | 16,16 € |
| EG 3 | 16,69 € | 16,94 € | 17,19 € |
| EG 4 | 17,65 € | 17,91 € | 18,18 € |
| EG 5 | 19,78 € | 20,08 € | 20,37 € |
| EG 6 | 21,97 € | 22,30 € | 22,63 € |
| EG 7 | 25,56 € | 25,94 € | 26,33 € |
| EG 8 | 27,36 € | 27,77 € | 28,18 € |
| EG 9 | 28,70 € | 29,13 € | 29,56 € |
Erfahrungszuschläge sind ein „Obendrauf“ bei längeren, ununterbrochenen Einsätzen beim gleichen Kunden. Ob und wann das greift, hängt vom Verlauf deines Einsatzes ab – die Werte oben zeigen die rechnerische Wirkung.
01.09.2026 – 31.03.2027
Stundensätze inkl. +1,5% / +3,0%
| EG | Stundensatz | +1,5% | +3,0% |
|---|---|---|---|
| EG 1 | 15,33 € | 15,56 € | 15,79 € |
| EG 2a | 15,67 € | 15,91 € | 16,14 € |
| EG 2b | 16,08 € | 16,32 € | 16,56 € |
| EG 3 | 17,11 € | 17,37 € | 17,62 € |
| EG 4 | 18,09 € | 18,36 € | 18,63 € |
| EG 5 | 20,27 € | 20,57 € | 20,88 € |
| EG 6 | 22,52 € | 22,86 € | 23,20 € |
| EG 7 | 26,20 € | 26,59 € | 26,99 € |
| EG 8 | 28,04 € | 28,46 € | 28,88 € |
| EG 9 | 29,42 € | 29,86 € | 30,30 € |
ab 01.04.2027
Stundensätze inkl. +1,5% / +3,0%
| EG | Stundensatz | +1,5% | +3,0% |
|---|---|---|---|
| EG 1 | 15,87 € | 16,11 € | 16,35 € |
| EG 2a | 16,22 € | 16,46 € | 16,71 € |
| EG 2b | 16,64 € | 16,89 € | 17,14 € |
| EG 3 | 17,71 € | 17,98 € | 18,24 € |
| EG 4 | 18,72 € | 19,00 € | 19,28 € |
| EG 5 | 20,98 € | 21,29 € | 21,61 € |
| EG 6 | 23,31 € | 23,66 € | 24,01 € |
| EG 7 | 27,12 € | 27,53 € | 27,93 € |
| EG 8 | 29,02 € | 29,46 € | 29,89 € |
| EG 9 | 30,45 € | 30,91 € | 31,36 € |
Entgeltgruppen – kurz erklärt
Das ist zur Einordnung gedacht. In der Realität zählt, was du überwiegend machst – und welche Qualifikation dafür erforderlich ist.
EG 1 – betriebliche Einweisung
Tätigkeiten, bei denen du nach einer betrieblichen Einweisung starten kannst. Das sind oft Aufgaben mit klaren Abläufen, die man vor Ort zügig erklärt bekommt. Wenn du dir unsicher bist: Es geht weniger um „einfach“, sondern um „ohne formale Qualifikation“.
EG 2a – Anlernzeit / erste Erfahrung
Tätigkeiten, die eine Anlernzeit erfordern oder bei denen fachbezogene Berufserfahrung bzw. Kenntnisse hilfreich sind. Typisch ist: Du wirst eingearbeitet, aber danach sollst du zuverlässig mitlaufen können.
EG 2b – fachspezifische Qualifikation
Tätigkeiten, für die eine fachspezifische Qualifikation nötig ist. Das kann eine spezielle Schulung, ein Nachweis oder eine klar abgegrenzte fachliche Fähigkeit sein. Entscheidend ist: Ohne diese Qualifikation kannst du die Aufgabe nicht sauber erledigen.
EG 3 – mindestens 2-jährige Berufsausbildung
Tätigkeiten, für die eine abgeschlossene (mindestens zweijährige) Berufsausbildung erforderlich ist. Hier geht es um „ausgebildete“ Tätigkeiten, bei denen Fachwissen und Routine eine Rolle spielen – nicht nur „mithelfen“.
EG 4 – mindestens 3-jährige Berufsausbildung
Tätigkeiten, bei denen Kenntnisse und Fertigkeiten typischerweise durch eine mindestens dreijährige Berufsausbildung vermittelt werden. Das ist häufig der Bereich, in dem eigenständiges Arbeiten mit „voller“ Ausbildung erwartet wird.
EG 5 – spezialisiert, selbstständig, mit Erfahrung
Selbstständige Tätigkeiten mit abgeschlossener (mind. dreijähriger) Berufsausbildung, aktueller Praxis und mehrjähriger fachspezifischer Berufserfahrung. Häufig kommt Spezialwissen hinzu, z. B. durch Zusatzausbildung oder besondere Kenntnisse.
EG 6 – zusätzliche Qualifikation (z. B. Meister/Techniker)
Tätigkeiten, bei denen zur Berufsausbildung zusätzliche Qualifikationsmaßnahmen erforderlich sind – z. B. Meister- oder Technikerausbildung. Typisch: Du arbeitest nicht nur „mit“, sondern bringst nachweislich zusätzliche fachliche Tiefe oder Verantwortung in der Ausführung mit.
EG 7 – spezielle Tätigkeiten, teils Verantwortung
Spezielle Tätigkeiten, häufig auf Meister-/Techniker-/Fachschulniveau, teils mit Verantwortung für Personal oder Sachwerte, oder mit komplexen Aufgabenstellungen. Das ist oft der Bereich, in dem du Prozesse koordinierst, Entscheidungen triffst oder Teams anleitest.
EG 8 – Fachhochschulstudium
Tätigkeiten, für die ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium erforderlich ist und bei denen du eigenständig komplexe Aufgaben bearbeitest. Das kann technisch, kaufmännisch oder organisatorisch sein – der gemeinsame Nenner ist die Komplexität und Eigenverantwortung.
EG 9 – Hochschulstudium / FH + mehrjährige Erfahrung
Selbstständige Tätigkeiten, die ein Hochschulstudium oder ein FH-Studium mit mehrjähriger Berufserfahrung voraussetzen. In der Praxis sind das Rollen mit hoher Komplexität, Verantwortung und oft Schnittstellenfunktion zwischen Fachbereich, Projekt und Management.
Zuschläge – was wirklich relevant wird
Zwei Begriffe tauchen fast immer auf: Erfahrungszuschlag (bei längeren Einsätzen) und Branchenzuschlag (je nach Einsatzbranche).
Wenn du ununterbrochen beim gleichen Kunden eingesetzt bist, kann ein Zuschlag greifen. Deshalb zeigen wir in den Tabellen zusätzlich die rechnerischen Werte mit +1,5% und +3,0%. Ob das bei dir relevant wird, hängt vom Verlauf des Einsatzes ab.
In einigen Branchen gibt es zusätzliche Branchenzuschläge. Das ist nicht „immer automatisch“, sondern hängt vom Einsatzbereich ab. Wenn das bei einem Job relevant ist, sagen wir dir das klar – idealerweise bevor du überhaupt startest.
FAQ: Tarife der Zeitarbeit
Häufige Fragen zu Tarife der Zeitarbeit – verständlich beantwortet. Wenn du danach noch unsicher bist: Lebenslauf hochladen, wir ordnen dein Profil sauber ein.
1) Was bedeutet „Tarife der Zeitarbeit“ in der Praxis?
„Tarife der Zeitarbeit“ sind Regeln, die festlegen, wie Zeitarbeitnehmer in Entgeltgruppen bezahlt werden. Praktisch heißt das: Es gibt Entgeltgruppen (EG 1 bis EG 9), die grob nach Qualifikation, Verantwortung und Komplexität der Tätigkeit unterscheiden. Dazu kommen konkrete Stundenlöhne und – je nach Situation – Zuschläge.
Für dich als Bewerber ist das vor allem eine Orientierung: Du kannst schneller einschätzen, ob ein Job finanziell grundsätzlich passt. Eine Tariftabelle ist aber kein „Endpreis“. Die tatsächliche Einstufung hängt an der konkreten Tätigkeit im Einsatz. Und: In manchen Branchen können zusätzlich Branchenzuschläge greifen. Deshalb ist der beste Weg oft: erst grob orientieren, dann deine Tätigkeit sauber einordnen lassen – damit du Klarheit bekommst, statt zu raten.
2) Wie finde ich über Tarife der Zeitarbeit heraus, welche Entgeltgruppe zu mir passt?
Die Entgeltgruppe richtet sich nicht nach „klingt gut“ oder Jobtitel, sondern nach der überwiegenden Tätigkeit und der Qualifikation, die dafür tatsächlich erforderlich ist. Das ist ein wichtiger Unterschied. Zwei Jobs können ähnlich heißen, aber unterschiedliche Anforderungen haben.
Ein guter Ansatz ist: Welche Aufgaben machst du wirklich? Brauchst du nur eine kurze Einweisung (eher EG 1)? Ist Anlernzeit nötig oder sind praktische Kenntnisse erforderlich (EG 2a)? Geht es um eine fachspezifische Qualifikation (EG 2b)? Oder ist eine abgeschlossene Ausbildung Voraussetzung (EG 3/EG 4)? Ab EG 5 wird es meist spezialisierter, mit mehr Eigenverantwortung und oft zusätzlicher Qualifikation oder nachweislicher Erfahrung.
Wenn du willst, sparen wir dir diese Einordnung im Kopf: Lebenslauf hochladen, kurz Tätigkeit/Schwerpunkt nennen – dann ordnen wir das sauber ein.
3) Was ist die „Eingangsstufe“ und warum steht die im Fokus?
Die Eingangsstufe über Tarife der Zeitarbeit ist vereinfacht gesagt der „Basiswert“ innerhalb einer Entgeltgruppe. Du kannst sie wie einen Startpunkt sehen: Wenn du in eine EG eingruppiert bist, ist die Eingangsstufe der Stundensatz, der typischerweise als Grundlage gilt.
Warum das wichtig ist: Viele rechnen sich von dort aus weitere Dinge hoch – zum Beispiel Erfahrungszuschläge oder (je nach Einsatz) Branchenzuschläge. Deshalb ist die Eingangsstufe für Bewerber oft der schnellste Orientierungspunkt. Gleichzeitig: Sie ist nicht die ganze Wahrheit. Je nach Einsatz, Dauer, Branche und Regelung kann am Ende mehr rauskommen.
Wenn du Zahlen vergleichen willst, nimm am besten immer den gleichen Bezugspunkt: Entgeltgruppe + Zeitraum + Stundensatz (und nur dann Zuschläge, wenn klar ist, dass sie im konkreten Einsatz greifen).
4) Warum gibt es mehrere Tabellenzeiträume (01.01.2026 / 01.09.2026 / 01.04.2027)?
Weil Tarifentgelte in der Regel gem. Tarife der Zeitarbeit von Tarife der Zeitarbeit stufenweise angepasst werden. Das passiert nicht jeden Monat, sondern in festgelegten Zeitfenstern. Für dich heißt das: Der gleiche Job kann – bei ansonsten gleichen Bedingungen – ab einem Stichtag einen anderen Tabellenwert haben.
Deshalb zeigen wir die Tariftabellen nach Zeitraum. So kannst du sauber vergleichen und weißt, welche Zahlen aktuell sind. Das ist auch der Grund, warum man Entgelte niemals ohne Datum vergleichen sollte. „EG 3 = X Euro“ ist ohne Zeitraum unvollständig.
Wenn du bei einem konkreten Angebot unsicher bist: Frag nach dem Stichtag bzw. Zeitraum, auf den sich die Angabe bezieht. Das ist keine „nervige Nachfrage“, sondern schlicht saubere Klärung.
5) Was ist ein Erfahrungszuschlag – und wie wirkt er auf den Stundenlohn?
Ein Erfahrungszuschlag ist ein prozentualer Aufschlag (nach Tarife der Zeitarbeit auf den tariflichen Stundensatz, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die Idee dahinter ist simpel: Längere, ununterbrochene Einsätze (insbesondere beim gleichen Kunden) sollen sich auch im Stundenlohn widerspiegeln.
In unseren Tabellen siehst du deshalb neben dem Grundstundensatz auch die rechnerischen Werte mit +1,5% und +3,0%. Das ist keine „Marketing-Zahl“, sondern ein transparenter Blick darauf, wie sich ein Zuschlag pro Stunde auswirken kann. Ob er im konkreten Fall greift, hängt vom Verlauf des Einsatzes ab (ununterbrochen, gleicher Kunde, Zeitraum).
Wichtig: Wenn du wechselnde Einsätze hast oder Unterbrechungen entstehen, kann das den Anspruch verändern gem Tarife der Zeitarbeit. Darum ist die beste Praxis: Für den konkreten Job kurz prüfen (oder prüfen lassen), ob die Bedingungen erfüllt sind.
6) Was sind Branchenzuschläge – und bekomme ich die automatisch?
Branchenzuschläge sind zusätzliche tarifliche Regelungen, die in bestimmten Einsatzbranchen gelten können – zum Beispiel, wenn du in einem bestimmten Wirtschaftszweig eingesetzt wirst. Sie sollen die Vergütung in Branchen mit speziellen Entgeltstrukturen besser abbilden.
Wichtig ist das Wort „können“: Branchenzuschläge sind nicht pauschal immer dabei, sondern hängen von der Branche und den konkreten tariflichen Voraussetzungen ab. Deshalb solltest du Branchenzuschläge nicht einfach in jeden Lohnvergleich einrechnen – sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Wenn ein Branchenzuschlag bei einem konkreten Job relevant ist, sollte man das sauber benennen: Einsatzbranche, Stufe, Zeitpunkt. Genau diese Klarheit ist der Punkt: lieber einmal sauber prüfen, als später überrascht zu sein.
7) Wie unterscheidet sich „Tariflohn“ gem. Tarife der Zeitarbeit von „tatsächlichem Stundenlohn“?
Der Tariflohn (Tarife der Zeitarbeit) ist der vertraglich/tariflich definierte Rahmen – also die Basis, die aus Entgeltgruppe und Zeitraum folgt. Der tatsächliche Stundenlohn kann darüber liegen, wenn zusätzlich Zuschläge greifen (z. B. Erfahrungszuschlag, Branchenzuschlag), oder wenn im konkreten Angebot eine übertarifliche Zulage vereinbart ist.
Umgekehrt sollte der Tariflohn nicht „unterboten“ werden. Für Bewerber ist die saubere Denkweise: Erst den Tarifwert verstehen (EG + Zeitraum). Dann prüfen: Gibt es Zuschläge? Gibt es übertarifliche Komponenten? Und ganz wichtig: Wofür gelten die Angaben – für welche Tätigkeit und welchen Einsatz?
Wenn du mehrere Angebote vergleichst, frag immer nach: „Welcher EG? Welcher Zeitraum? Welche Zuschläge sind sicher, welche nur möglich?“ Das ist der schnellste Weg zu einem fairen Vergleich.
8) Was passiert, wenn ich höherwertige Aufgaben übernehme?
Wenn du dauerhaft Aufgaben übernimmst, die eine höhere Qualifikation oder deutlich mehr Verantwortung erfordern, ist das ein legitimer Punkt: Dann muss die Eingruppierung zur tatsächlich überwiegenden Tätigkeit passen. Das ist keine „unhöfliche Forderung“, sondern schlicht Logik.
In der Praxis läuft das so: Man schaut, welche Tätigkeit du überwiegend ausübst, welche Qualifikation dafür nötig ist und welche EG dafür vorgesehen ist. Wenn sich das dauerhaft verändert hat, ist es sauber, die Eingruppierung und die Vergütung entsprechend zu überprüfen. Wichtig ist das Wort „überwiegend“: Ein paar Tage aushelfen ist etwas anderes als eine echte Aufgabenverschiebung.
Wenn du merkst, dass du länger in einem anderen Tätigkeitsprofil arbeitest: Sag es früh. Je früher man das klärt, desto weniger Reibung entsteht.
9) Was passiert, wenn ich kurzfristig geringerwertige Aufgaben mache?
Im Alltag kann es vorkommen, dass man kurzfristig andere Aufgaben übernimmt – zum Beispiel, weil es gerade sinnvoll ist oder weil ein Prozess klemmt. Das allein bedeutet nicht automatisch „neue Entgeltgruppe“. Entscheidend ist, wie der Einsatz insgesamt geprägt ist und welche Tätigkeit überwiegt.
Für dich als Bewerber oder Mitarbeiter ist der praktische Rat: Schau auf die Gesamtrolle, nicht auf einzelne Tage. Wenn du aber über Wochen hinweg merkst, dass du im Kern andere Aufgaben machst als vereinbart, ist das ein Signal, das man ansprechen sollte. Dann geht es nicht ums „Klein-Klein“, sondern um klare Erwartung und faire Einordnung.
Gute Prozesse erkennt man daran, dass so etwas ohne Drama geklärt wird: Tätigkeit, Einordnung, Konsequenz – fertig.
10) Warum steht in Stellenanzeigen oft nur „ab X €“ und nicht die EG gem Tarife der Zeitarbeit?
Weil viele Anzeigen mehrere Tätigkeiten oder Einsatzvarianten abdecken – und die EG erst sauber feststeht, wenn klar ist, was du konkret machst (und mit welchen Anforderungen). „Ab X €“ ist häufig eine grobe Orientierungsmarke.
Das Problem: Ohne EG und Zeitraum sind solche Angaben schwer vergleichbar. Der faire Weg ist, im Prozess nachzuschärfen: „Welche EG ist vorgesehen? Für welchen Zeitraum gilt der Wert? Gibt es sichere Zuschläge?“ Wenn das transparent beantwortet wird, ist „ab X €“ nicht schlimm – dann wird daraus schnell ein konkretes, prüfbares Angebot.
Für dich gilt: Lass dich nicht von „ab“ irritieren. Nutz es als Startpunkt, aber fordere die Details ein – ruhig, sachlich. Genau dafür ist diese Seite da: Du kannst die Struktur verstehen und gezielter nachfragen.
11) Wie vergleiche ich Tarife fair mit einem Festanstellungsangebot?
Nicht nur den Stundenlohn vergleichen. Ein fairer Vergleich berücksichtigt: Wochenstunden, Zuschläge, Schichtmodelle, Fahrtzeiten/Kosten, Urlaubsanspruch, Sonderzahlungen und Planbarkeit. Ein scheinbar höherer Stundenlohn kann im Alltag schlechter sein, wenn das Modell unruhig ist oder Zusatzkosten entstehen.
Praktisch: Rechne Monatsnetto grob gegen, nicht nur „pro Stunde“. Und frage nach typischen Einsatzzeiten, Schichten, Überstundenregelung und ob Zuschläge realistisch häufig anfallen. Bei Festanstellung sind oft andere Bausteine relevant (Boni, Benefits, betriebliche Regelungen).
Wenn du magst, kannst du uns die Eckdaten geben (Region, Tätigkeit, Wunschmodell). Dann lässt sich ein Vergleich sauberer aufsetzen, statt nur Bauchgefühl und Tabellenwert.
12) Sind die Tabellenwerte brutto oder netto?
Die Tabellenwerte sind Brutto-Stundenentgelte. Was netto auf deinem Konto landet, hängt von Faktoren wie Steuerklasse, Krankenversicherung, Kinderfreibetrag, Kirchensteuer und ggf. Zuschlägen ab. Zwei Personen mit gleichem Bruttostundenlohn können netto deutlich unterschiedlich rauskommen.
Wenn du netto einschätzen willst, nimm den Bruttostundenlohn, rechne auf Monatsbrutto (Stunden × Wochen × Faktor) und nutze dann einen Netto-Rechner. Wichtig: Bei Schicht- oder Sonderzuschlägen kann sich die Nettosumme merklich verändern. Deshalb ist Netto immer eine individuelle Rechnung – Brutto ist die gemeinsame Sprache für Angebote.
Wenn du möchtest, sag uns grob deine Rahmenbedingungen (Steuerklasse musst du nicht nennen, wenn du nicht willst). Wir können dir trotzdem helfen, die Größenordnung realistisch einzuordnen.
13) Was heißt „überwiegende Tätigkeit“ konkret?
„Überwiegend“ bedeutet im Kern: Was machst du im Einsatz tatsächlich hauptsächlich? Nicht, was mal kurz dazukommt, nicht, was auf einem Papier hübsch klingt. Wenn dein Arbeitstag zu 70–80% aus bestimmten Aufgaben besteht, ist das typischerweise die überwiegende Tätigkeit.
Das ist wichtig, weil Tätigkeiten in der Praxis oft gemischt sind. Ein Beispiel: Du hast eine Ausbildung, machst aber überwiegend Aufgaben, die keine ausgebildete Tätigkeit erfordern. Dann ist die „überwiegende Tätigkeit“ entscheidend – nicht der Abschluss allein. Umgekehrt genauso: Wenn du überwiegend Aufgaben erledigst, die eine Ausbildung oder Qualifikation voraussetzen, muss sich das in der Einordnung wiederfinden.
Genau deshalb ist eine kurze, saubere Tätigkeitsbeschreibung Gold wert. Damit wird aus „gefühlter EG“ eine nachvollziehbare Einstufung.
14) Kann ich übertariflich bezahlt werden?
Ja, das ist möglich. Tarifwerte sind ein Rahmen. In einigen Konstellationen kann es übertarifliche Zulagen geben, zum Beispiel bei besonders gefragten Profilen, speziellen Schichten, hoher Verantwortung oder wenn ein Einsatz sehr kurzfristig besetzt werden muss.
Entscheidend ist, dass es klar und schriftlich vereinbart wird. „Vielleicht später“ hilft niemandem – du willst wissen, was ab wann gilt. Ein seriöses Angebot trennt sauber: tariflicher Grundlohn (EG + Zeitraum) und darüber hinausgehende Zulagen. Dann ist transparent, was fix ist und was optional.
Wenn du den Eindruck hast, dass ein Job deutlich anspruchsvoller ist als die genannte EG vermuten lässt: Frag nach der Tätigkeitsbewertung. Das ist oft der schnellste Hebel zu einer fairen Einordnung.
15) Was ist der schnellste Weg, meine EG und mein realistisches Entgelt zu klären?
Der schnellste Weg ist: Lebenslauf hochladen und dazu zwei Sätze zur gewünschten Tätigkeit bzw. zum bisherigen Schwerpunkt. Warum das so gut funktioniert? Weil man dann nicht nur „Ausbildung und Titel“ sieht, sondern auch typische Aufgaben, Branchenbezug, Werkzeuge/Anlagen/Programme und Erfahrungsumfang. Genau diese Details entscheiden am Ende über die passende Einordnung.
Zusätzlich helfen drei Fakten, die viele unterschätzen: Region/Umkreis, Arbeitszeitmodell (Vollzeit/Teilzeit/Schicht) und Starttermin. Damit lassen sich Jobs sinnvoll matchen – und du bekommst Angebote, die nicht nur „irgendwie passen“, sondern auch in den Alltag passen.
Wenn du keine Lust auf Ping-Pong hast: Schreib es direkt in einem Rutsch. Dann gibt’s eine klare Rückmeldung statt einer Kette aus Rückfragen.
Heute starten. Ohne Anschreiben.
Lebenslauf hochladen, kurz einordnen – und du bekommst passende Vorschläge, die zu deiner Region und deinem Modell passen. Ruhig, klar, ohne Druck.
Info: Auf Facebook posten wir regelmäßig neue Jobs.
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EG-Orientierer
Drei kurze Fragen. Du bekommst eine grobe Richtung – die endgültige Einordnung hängt an der konkreten Tätigkeit im Einsatz.